Licht & Rhythmus · 7 Min. Lesezeit
Wintermüdigkeit oder Winterdepression?
Warum uns die dunkle Jahreszeit so zu schaffen macht, woran Sie den Unterschied erkennen und was hilft.
Redaktion erholt-aufwachen.at · Aktualisiert Oktober 2026 · 2 wissenschaftliche Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- Leichte Wintermüdigkeit betrifft viele; eine Winterdepression ist eine ernstzunehmende Erkrankung.
- Typisch für beide: mehr Schlafbedürfnis, Heißhunger, Antriebslosigkeit.
- Licht, Bewegung im Freien und feste Zeiten helfen – Lichttherapie ist gut untersucht.
Warum der Winter müde macht
Weniger Tageslicht bedeutet ein schwächeres Signal für die innere Uhr. Melatonin wird morgens später abgebaut, wir fühlen uns länger verschlafen. Gleichzeitig bewegen wir uns weniger und sind seltener draußen.
Woran Sie den Unterschied erkennen
Wintermüdigkeit ist lästig, aber der Alltag funktioniert. Bei einer saisonalen Depression kehren über mindestens zwei Winter typische Beschwerden wieder: gedrückte Stimmung über Wochen, Freudlosigkeit, sozialer Rückzug, stark erhöhtes Schlafbedürfnis und Gewichtszunahme. Im Frühjahr bessert sich alles. Wenn Sie das bei sich erkennen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was hilft
Jeden Vormittag nach draußen – auch bei grauem Himmel. Feste Aufsteh- und Essenszeiten. Bewegung, am besten im Freien. Lichttherapie am Morgen. Kontakte pflegen, auch wenn der Antrieb fehlt.
Wie steht es um Ihren Schlaf?
Der wissenschaftliche Check nach dem Pittsburgh Sleep Quality Index – mit Auswertung in 7 Bereichen.
Schlaf-Check startenQuellen
- Pjrek E. et al. The efficacy of light therapy in the treatment of seasonal affective disorder: a meta-analysis. Psychother Psychosom 2020;89:17–24.
- Roenneberg T., Merrow M. The circadian clock and human health. Current Biology 2016;26:R432–R443.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
